Kaltenleutgeben (Niederösterreich): Solarfassade

224

Projekt 224

Die vorhandene Fassade wird in ihrer charakteristischen Form erhalten. Die massiven Bauteile werden mit 20 cm Vollwärmeschutz hoch wärmegedämmt und die Fenster gegen dreifachverglaste Fenster ausgetauscht. Diese neuen Fenster werden zur Erhaltung des Erscheinungsbildes vor die bestehende Wand in die neue Wärmedämmebene versetzt.

Photovoltaik

Vor die bestehenden Süd-Ost-Fassade wird eine zweite Photovoltaik-Fassade gestellt. Metallträger stehen geneigt vor der Fassade, liegen am oberen Ende auf der neuen Attika auf und sind an die Fassade in Deckenebene rückverhängt.

Da das Bestandsgebäude nicht exakt nach Süden orientiert ist und die Positionierung der Photovoltaik am Flachdach vom Auslober des Wettbewerbs ausgeschlossen wurde, wurde die „Solarfassade“ so lange verschoben und verdreht, bis die höchstmögliche Energieproduktivität erreicht wurde und gleichzeitig die Fassade dahinter nur im Winter besonnt wird. Durch die Anordnung der unteren Paneele weiter von der Bestandsfassade entfernt als die oberen, wird die problematische gegenseitige Verschattung insbesondere vormittags ausgeschlossen. Die Photovoltaik-Elemente sind gegen Osten ansteigend angeordnet, die Paneele stehen so annähernd normal zu den Strahlen der sommerlichen Mittagssonne. Durch das Abrücken der Paneele vor die Fassade können die Paneele selbst verdichtet werden (mehr Reihen als Parapetfelder in der Bestandsfassade). Die optimierte Anordnung der Photovoltaik-Module ist zugleich Architektur: Die himmelwärts strebenden Solarpaneele könnten die Dynamik und Zukunftsorientierung der Landesregierung zeigen.

Projektnummer
224
Status
Entwürfe
Planung
Georg W. Reinberg, Christine Potocnik
Auftraggeber:in
Privat
Planungsbeginn
2008