Herzogenburg (Niederösterreich): Einfamilienhaus

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Projekt 2

Der Bauherr stellte hier als spezielle Anforderungen den Anspruch auf Wohnen in gesunden Materialien, die Nutzung von Sonnenenergie, billiges Bauen und als Fachmann für Regelungstechnik die Nutzung seines „Know-how“ für besondere Energiesparkonzepte. Es wurde eine kompakte Bauform gewählt, gemeinsam mit einem Techniker ein Luftheizsystem entworfen und ein Glashaus zur passiven Sonnenenergienutzung eingeplant.

Heizungskonzept

Das Heizungssystem stellt eine Modifizierung eines bereits in der praktischen Erprobung stehenden Systems dar. In einem zentralen, Lufterhitzer wird Warmluft erzeugt und über Kanäle in einer Wand hochgeführt. Die betreffenden Wandbereiche wirken hier wie ein Kachelofen. Auf zwei Ebenen wird die Warmluft über Kanäle im Fußboden verteilt und damit der Standardwärmebedarf durch eine Fußbodenheizung gedeckt.

Auf Wunsch des Bauherrn wird ein zusätzlicher Kachelofen installiert. Zur besseren Ausnutzung der Sonnenenergie wurde eine Luftleitung aus dem Glashaus in den Stiegenhausbereich geführt. Ab einer bestimmten Temperatur im Glashaus bläst dann ein kleiner Ventilator die erwärmte Glashausluft in den nordseitigen Wohnbereich. Nebenbei erreicht man dadurch eine günstigere Temperaturverteilung und eine wesentlich stärkere Einbeziehung der thermischen Speichermassen des Hauses.

Im Dachbereich werden ergänzend thermische Kollektoren montiert.

Ergänzende Anmerkung:

2022 wird das Haus renoviert: es wird die Wärmedämmung nochmals verbessert, diverse Erneuerungsarbeiten durchgeführt, Biomasse als Wärmequelle genutzt und das Haus neuen Wohnbedürfnissen der Bewohner angepasst.

Projektnummer
2
Status
Bauten
Planung
Georg W. Reinberg
Auftraggeber:in
Privat
Planungsbeginn
1985
Baubeginn
1986
Fertigstellung
1987

Baustelle